Der ultimative Z-Wave Adapter - Home Assistant Connect ZWA-2
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Viele von uns, die mit Home Assistant arbeiten, kommen irgendwann an den Punkt, an dem das Z-Wave-Netz entweder größer, stabiler oder einfach zuverlässiger werden muss. Genau da setzt der Home Assistant Connect ZWA-2 an. Ich habe das Gerät in den letzten Wochen in verschiedenen Setups getestet – von Trockenbauwänden, über massive Betonkellerwände bis zum entfernten Gartenhaus - die Unterschiede zu älteren Sticks sind tatsächlich spür- und messbar.
Kurzüberblick – aber aus der Praxis
Die Antenne ist groß (31,5 cm hoch) - Empfang und Sendeleitung dankt's. Das merkt man, wenn Sensoren im Keller oder in der Gartenhaus plötzlich ohne Aussetzer laufen. Die Kombination aus Z-Wave-800-Chip und ESP32-S3 sorgt dafür, dass die USB-Anbindung stabil bleibt.
Home Assistant erkennt den ZWA-2 sofort, der Einrichtungsassistent erledigt den Rest. Wer schon länger dabei ist und noch ältere Sticks nutzt, wird sich über SmartStart, S2 und OTA freuen. Das ist nicht nur Komfort, sondern spart im Alltag schlicht Zeit und sorgt für Sicherheit.
Z-Wave funkt auf einem komplett eigenen Band, weit weg vom hoch-frequentierten 2,4-GHz-Bereich. Wenn Thread, WLAN und Zigbee bei dir sonst schon dicht sind, ist das oft der entscheidende Unterschied, ob ein Sensor zuverlässig meldet – oder nicht.
Wo der ZWA-2 wirklich glänzt
In großen Häusern oder wenn man Gebäude mit dicken Wänden hat, spielt die Funkleistung eine entscheidende Rolle. Wassersensor im Keller? Türkontakt am Schuppen? Thermometer am Außenpool? Mit dem ZWA-2 funktioniert das zuverlässig.
Geräte, bei denen man sich keine Aussetzer leisten will – Türschlösser, Rauchmelder, CO-Melder – profitieren von der stabileren Funkstrecke und S2-Security. Auch Heizungs- und Energiesteuerung läuft flotter, weil das Netz insgesamt weniger träge wird.
Und ja: „Z-Wave Long Range“ klingt nach Wunderwaffe, aber in Europa ist es aktuell noch eingeschränkt nutzbar (Regulatorik und langer Zulassungsprozess für die Hersteller). Es gibt aber einige Geräte, die für eine Reihe von Use-Cases eine sehr gute (und manchmal auch einzige) Lösung sind.
Für wen der ZWA-2 Sinn ergibt – und für wen eher nicht
Er ergibt Sinn, wenn du…
– Z-Wave-Geräte nutzt oder damit starten willst
– viele batteriebetriebene Sensoren hast, die stabile Verbindungen brauchen
– Außenbereiche wie Garage oder Werkstatt einbinden willst
– S2-Security und SmartStart nutzen willst, ohne Frickelei
– wenn Du Deine Devolo-Geräte auch nach 2025 weiter nutzen möchtest.
Weniger Sinn ergibt er, wenn du…
– überhaupt keine Z-Wave-Geräte hast
– in einer 40-m²-Wohnung wohnst und der alte Stick problemlos läuft
Stärken – und Punkte, die man wissen sollte
Die Reichweite ist ein echter Vorteil. Besonders spürt man es, wenn das Mesh vorher knapp war. Dazu kommt die moderne Hardwarebasis: 800er-Chip, Plus-V2-Support, S2, SmartStart – das ist Stand der Technik.
Long Range ist technisch da, aber praktisch noch nicht flächendeckend nutzbar. Und die Migration von alten Sticks ist nicht immer „Knopfdrücken und fertig“. Wenn der alte Controller kein kompatibles Backup bietet, muss man einzelne Geräte neu einlernen.
Wie bei jedem Funkgateway gilt: Nicht hinter den Metallverteilerkasten stellen, nicht in den Router-Stapel quetschen. Freie Position bringt messbar bessere Ergebnisse.
Installation: So lief es bei mir
USB-C einstecken, Home Assistant starten, Region auswählen, der Assistent macht den Rest. SmartStart war angenehm: DSK scannen, fertig. S2-Geräte laufen stabil, die Meshkarte in Z-Wave JS zeigt sauberere Wege als vorher. Wer das Netz optimieren will, sollte strombetriebene Geräte bewusst setzen – die repeaten.
Migration von alten Sticks
Wenn dein bisheriger Adapter Backups unterstützt, kannst du Controller-State und Keys übernehmen. Das spart Zeit und du verlierst keine Node-IDs. Wenn nicht, führt kein Weg am Neu-Inkludieren vorbei. SmartStart macht das aber weniger schmerzhaft.
Ich empfehle ein kurzes Wartungsfenster, bevor man umzieht, und die vorhandenen S2-Keys zu sichern. Hat sich bewährt.
Fazit aus der Praxis
Der ZWA-2 ist kein Marketing-Upgrade, sondern ein echter Sprung in Stabilität und Reichweite. Für alle, die Z-Wave ernsthaft nutzen oder ihr Netz modernisieren wollen, ist das Teil aktuell die beste Option im Home-Assistant-Umfeld. Für reine Zigbee- oder Matter-Haushalte ändert er wenig, aber wer Wert auf robuste, weitreichende und sichere Z-Wave-Automationen legt, landet mit dem ZWA-2 zwangsläufig beim besseren Setup.
Technische Daten
| Modell | NC-ZWA-9734 |
|---|---|
| Chipsatz | Silicon Labs ZG23 (Z-Wave 800 Serie), ESP32-S3 (USB-Seriell-Bridge) |
| Protokolle | Z-Wave, Z-Wave Long Range |
| Standards | Z-Wave Plus, Plus V2, Security 2 (S2), SmartStart, OTA/OTW |
| Regionen | US, EU, AU (Long Range aktuell nur US/EU) |
| Frequenzbereich | 860–930 MHz (regionsabhängig) |
| Antenne | Omnidirektional, Peak Gain 3,38 dBi |
| Stromversorgung | USB-C, 5 V DC, 1 A |
| Abmessungen/Gewicht | 125 × 125 × 315 mm, 350 g (ohne Verpackung) |
| Material | Polycarbonat, weiß/semi-transparent |
| Betrieb | 0–65 °C, nicht kondensierende Luftfeuchtigkeit, Innenbereich |
| Lieferumfang | Antenne, Basis, USB-C-Kabel, Schnellstartanleitung |
| Zertifizierungen | CE, FCC, RCM |
Häufige Fragen (FAQ)
Das hängt von Gebäude, Aufstellort und Mesh-Dichte ab. In der Praxis zeigen 800er‑Controller mit abgestimmter Antenne spürbar stabilere Verbindungen und größere Abdeckung – besonders in schwierigen Grundrissen.
Teilweise. LR ist in Nordamerika und Europa verfügbar, in der EU jedoch mit eingeschränkter Geräteunterstützung*. Wo Endgeräte LR beherrschen, sind mehr Reichweite und längere Batterielaufzeiten möglich.
Ja. Home Assistant vereint Z‑Wave, Zigbee, Matter und mehr in einer Oberfläche. Wer z. B. Türschlösser oder Thermostate bevorzugt über Z‑Wave betreibt, ergänzt sein Setup mit dem ZWA‑2 sinnvoll.
Nicht zwingend. Bei kompatiblen Altsticks ist ein Backup/Restore möglich. Andernfalls ist das Neu‑Inkludieren einzelner Geräte der sichere Weg – idealerweise per SmartStart und S2.